| Montag, den 09. Mai 2011 um 18:22 Uhr |
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THURSDAY "No Devolution" SKALA 1 BIS 10: 7 RELEASE: 12.04.2011 MySpace / Facebook / thursday.net OUT ON: EPITAPH
Vewirrung von Minute Eins an. Waren THURSDAY von ihren Anfängen aus dem Jahr 1997 und ihrem ersten kommerziellen Erfolg durch ihr zweites Album "Full Coplapse" und Victory Records bekannt, und gekennzeichnet als Definition entstehenden Emocores und Post-Hardcores, erklingen sie so unerwartet ambient auf "No Devolution". Fängt "Fast to The End" noch Elemente besagter Gerne ein, bieten Songs wie "No Answers" und "A Darker Forest" geradezu ausladene Strukturflächen, die der geschulte Hörer eher den DEFTONES oder JOLLY zurechnen würde. Nicht, dass THURSDAY sich je davor streubten, Synthies und Streicher zu verwenden, dennoch lebt das sechste Album verglichen mit den restlichen Platten regelrecht davon. Dieser Umstand kann den Hörer in angenehme Shären heben, wenn er oder sie es denn für sich zulassen. Das Songwriting ist einfacher gestaltet und trotzdem ergiebig: Tom Keeleys und Steve Pedullas Gitarrenspiel nimmt sich mehr zurück als noch auf "Common Existence" und schafft so mehr Raum für Keyboarder Andrew Everding und Sänger Geoff Rickly. Schlagwerker Tucker Rule gibt sich songweise sogar entspannten und aufgebrocheneren Beats hin, was schick in "Magnets Caught In A Metal Heart" und "Sparks Against The Sun" zu hören ist. Beide Songs gehören zu den Anspieltipps für das Album. Als Freund leidenschaftlicher Bassfummelei, finde ich auch Gefallen an Tim Paynes sehr amtlichen Leistung auf "No Devoltion", sei es nun mit knatzigem Rotzklang, oder weitem Klangteppich. "Open Quotes" und "Past And Furture Ruins" schreien wütend um sich, wobei der Effekt grenzenloser Wut der klanglichen Mischung wegen nicht ganz so zündet, wie sie vielleicht soll. Die weit größeren Bögen spannen die Tracks "A Gun In The First Act" und "Millimeter", die von der Komposition her schon mehr Möglichkeiten bieten, dem arrangierten Klang von Dave Fridmann (MGMT, The Flaming Lips) gerecht zu werden. Fridmann hat schon beide Vorgänger zusammen gezimmert und ist mit der Band einen guten Schritt in Richtung eines "[...] very atmospheric and mood oriented [...]" Sound gegangen, wie Geoff Rickly verlauten ließ. "Empty Glass" ist die klanggewordene Bestätigung dafür: hier kommen sanfte Orgeltöne und Ricklys Gesang auf sehr zärtliche und zerbrechliche Weise zusammen. Schön. Auch "Stay True" bindet dem Hörer viel Blei um den Hals und zieht ihn in ozeanische Der erwähnte Mix von Fridmann macht neben angepasstem Songwriting die größte Wandlung auf "No Devolution". Bass und Gitarren errichten eher Wände zu allen Seiten, als im Zentrum zu stehen. die Keys und Synthies von Everding sind allgegenwärtig und Ricklys Stimme zerfasert in jeder gesungenen und geschrienen Silbe in den Weiten der Produktion, unterstützt von Flangern und Delays. Shouts, sofern sie dann kurz ausbrechen, sind dank Hochpassverzerrer mehr Klang- als Härtemittel. Die Anlehnung an gerneübergreifende Größen wie THE CURE, DEFTONES oder A PERFECT CIRCLE kommt daher nicht von ungefähr, sondern ist bei THURSDAY Gebot der Stunde. |