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Dienstag, den 01. Februar 2011 um 14:26 Uhr |
Turisas „Stand Up And Fight"
SKALA 1 BIS 10: 8
RELEASE: FEBRUARY 23, 2011
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OUT ON: CENTURY MEDIA RECORDS

Party San 2006: Ich steh nach Rompeprop auf dem Gelände rum , hab mir schon einen ordentlichen Rausch angetrunken und sehe eine rotschwarze Meute die Bühne entern die mich mit sogenannten „Battle metal“ beschallen . Schnell steht für mich fest dass ich nicht so betrunken bin um mich zu solcher Musik gehen zu lassen .Typen die Bärenfelle schwermetallische Schunkelmusik spielen sind nicht so mein Ding . Auch fand ich eine Metalvariante von den Sommerhit Lambada äußerst skurril. 5 Jahre später schreibe ich nun eine Review für das neue Album der Waldschrate , die live viel alberner rüberkam als auf dieser Platte . „Stand up and fight“ ist überraschenderweise sehr unterhaltsam und erinnert mehr an den Soundtrack eines Wikingerfilms . Dank Wikipedia erfahre ich schnell das die Langgrille auch eine Geschichte erzählt (findet selber raus welche , ich möchte nicht zuviel spoilen ). "The March of the Varangian Guard" macht schon mal gut Rabatz und wirken trotz Keyboards und Hörnern nicht übermäßig kitschig . "Take the Day!" lässt Stadionrockflair aufkommen baut dank Chor und variablen Vocals einen guten Spannungsbogen auf . Mathias Nygård Stimme erinnert mich ein wenig an Pete Steele ( R.I.P), jedenfalls in den Cleanpassagen . Bei "Hunting Pirates" kommt richtiges Seeräuberfeeling auf und ich fang an mit Gedanken zu spielen mir eine Flasche Met oder Rum zu kaufen . Der Longplayer verleitet mich zum saufen und mitsingen ( im positiven Sinne ) ! Folkmetal, gespielt von Typen die mit Kriegsbemalung auftreten, hab ich mir immer etwas kitschiger vorgestellt. Umso überraschender ist es , dass mir eine so ausgearbeitete Platte zu Ohren kommt . Unterhaltsam ist die Scheibe allemal. Die Produktion ist super , selbst wenn Hörner , Keyboards und Akkordeon einsetzen klingt noch alles glasklar und sobald die Doublebass einsetzt kommt richtig Stimmung auf .Der Gesang klingt sauber sowohl geschoutet, clean oder operesk . Kein schlechter Langspieler also , der vergleich zu den Vorgängern fehlt mir ,aber Live durfte ich die Truppe schon mal begutachten . Darum kann ich sagen das ich den Finnen ein so anspruchvolles Album gar nicht zugetraut habe . Ich möchte fast soweit gehen und den Begriff progressiv verwenden. Liebhaber von folkigen Metal werden also nicht enttäuscht werden . Fans von symphonischer Musik ist das Reinhören empfohlen.
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