| Dienstag, den 21. Juni 2011 um 20:14 Uhr |
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Tonedown / Nothing Between Us / Broken Fist "Berlin-Warsaw-Moscow" SPLIT SKALA 1 BIS 10: 7 RELEASE: Datum oder OUT NOW Nothing Between Us : Myspace / Facebook Broken Fist : Myspace / Facebook OUT ON: District 763 Records
Kaum beachtet aber dafür umso wertvoller. Unter der Federführung der Berliner Tonedown leistete man Anfang des Jahres einen Beitrag zur Völkerverständigung und brachte mit den Polen NOTHING BETWEEN US und den Russen BROKEN FIST eine Split auf den Markt. ”Berlin-Warsaw-Moscow” heißt der Silberling. Enthalten sind 3 Bands mal 4 Songs; das macht 12 mal Europäischer Underground Hardcore. Ein Grund mehr dass sich PITCAM der Thematik annimmt - so etwas gehört schließlich gefördert.
Als “Anführer” des Trios legen TONEDOWN vor und treten mit “Try as Hard as your life hits you” ordentlich aufs Gas. Mit am Start ist Keiko King, der den Song um einen frischen Rap-Part bereichert. Beim 2. Song “Rifle Prayer” rollen die O-Ton-Cineasten bereits jetzt mit den Augen, für allen anderen gibt es eine Hilfestütze. Ganz klar, hier hat man sich an Stanley Cubricks Anti-Kriegsfilm-Klassiker “Full Metal Jacket” vergriffen, und das “Gewehrgebet” Hardcoremäßig vertont. Nicht unbedingt innovativ, aber durchaus gut gelungen. Den Anschluss machen die Polen NOTHING BETWEEN US, und verdienen sich durch die ausgewogenste Produktion und das abwechslungsreichste Songwriting den Titel als beste Band des Albums. Nackenbrecher vom Format “Ain’t Nothin’ to Fuck with” und das melodische “So Much more” treiben Körper und Geist in die Mosch-Extase. Nicht zuletzt durch Sänger Darek und die wuchtigen Crewshouts bleiben die Titel im Kopf hängen und sorgen auch beim dritten Durchlauf noch für Hörvergnügen. Der erhöhte Thrash Metal Anteil im musikalischen Aufgebot der Russen BROKEN FIST sorgt für die extra Portion Brutalität der SPLIT und unterstreicht nahezu Klischeehaft die Herkunft der Band. Für jeden der daran zweifelt gibt es ein Cover von SLYAYERs “Seasons in the Abyss” als äußerst effektiven Denkzettel. Für alle Tontechnik-Affinen ist an dieser Stelle besonders Interessant wie ein Snare-Trigger mit Zero-Velocity klingt. Leicht primitiv aber durchaus passend zum puristischen Design der zum Teil sozialkritischen Lyrics bei den Weniger oft Mehr zu sein scheint. Es entspricht ja durchaus Community-Gedanken einer jeden Szene, sich zusammenzuschließen. Oft wird aber der administrative Auffand einer Band- und Nationalitäten Übergreifenden Produktion unterschätzt und die Idee scheitert meist schon am Reißbrett. Umso respektabler erscheint die zum größten Teil in Eigenregie produzierte Scheibe “Berlin-Warsaw-Moscow”. Soundtehnsiche Mänel werden allen durch das hohe Maß an Autentizität der Bands aufgewgen wobei die Polen NOTHING BETWEEN US Den besten Gesamteindruck erzeugen, TONEDOWN die dicksten Crewshouts auffahren und die Russen BROKEN FIST dem Klischee entsprechend am brutalsten klingen. Fans sollten zugreifen.
Tracklist : Tonedown Nothing Between Us Broken Fist |