Freitag, den 03. Juni 2011 um 13:53 Uhr

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SCAR SYMMETRY

"The Unseen Empire"   

SKALA 1 BIS 10: 6

RELEASE: OUT NOW

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OUT ON: Nuclear Blast

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SCAR SYMMETRY, der Name steht seit 7 Jahren für Synthiegeschwängerten Sweden-Death-Metal, insofern man bei dem leicht seifigen Nachgeschmack überhaupt noch diese Genrebezeichnung in den Mund nehmen darf. Denn längst sind bei Scar Symmetry die Grenzen zum Heavy- und Meldic Rock verwaschen. Längst hat man wie die Landsleute von IN FLAMES, SOILWORK und DARK TRANQUILLITY neue musikalische Gefilde angesteuert. Nie um einen Bruch mit der musikalischen Herkunft verlegen.

So würden SCAR SYMMETRY im restlichen Aufgebot der Nordmännermusik sicherlich etwas untergehen, wenn  Sänger Christian Älvestam als markantes Aushängeschild der Band, selbiger  nicht einen gewissen Koryphäenstatus auf dem Gebiet des Melodic-Death gegeben hätte. Schade dass ausgerechnet der keine Lust mehr auf den wachsenden Erfolg und den damit verbundenen Kommerz hatte. 2009 trennte man sich von Älvestam, der mit seiner Mischung aus tiefen Growls und Power-Metal-Über-Voice den Sound der Band wie kein Zweiter geprägt hatte. Nahezu ein Ding der Unmöglichkeit für dieses Stimmwunder adäquaten Ersatz zu finden. Letztlich musste das Proberaummikro tatsächlich in zwei Hälften gehackt werden, da man sich für eine Lösung mit zwei Sängern entschied. Die Band wollte ohnehin schon lange dieses Experiment wagen, um vom potentiellen Zuwachs an Vielseitigkeit und Kompetenz zu profitieren. Ganz nach dem Motto : „Wenn das Leben dir Zitronen gibt …“
 
So geben auf “The Unseen Empire“ erstmalig Robert Karlsson und Lars Palmqvist ein schmuckes Gesangs-Duo ab. Melodisch cleane Vocals und tiefe Donnergrowls wechseln sich im hübschen Paarlauf ab – ein Ballet, das die Stimmvorgaben allemal erfüllt aber wenig Überraschungsmoment bietet. Vom konzeptionellen Zusammenhang des Albums bekommt man leider auch nicht viel mit, obwohl sich SCAR SYMMETRY mit der Thematik eines weltumspannenden Schattenreiches ungewohnt sozialkritisch geben.
 
Snare-Sound vom Format „Bombeneinschlag“ und ein dauerhaft hoch angesetztes Tempo sind die Gründe weshalb die Lyrics in “Domination Agenda” oder “Rise of the Reptilian Regime” meist unreflektiert an einem vorbei rauschen, der Platte aber einen ungemein “Drive” verleihen. “The Unseen Empire” am besten auf der Autobahn, beim Boarden, Skaten und sich sonst wie schnell bewegen hören – das gibt gleich mal 10 Punkt auf „Geschwindigkeit“, 5 Punkte auf „Euphorie“, und 1 zu allen Fähigkeiten.
 
Beide Lead-Gitarren durften im Gegensatz zu den Vorgängeralben mal ein paar neue Skalen ausprobieren. Man vergreift sich aber relativ zusammenhangslos am orientalisch Angehauchten. Das ist zu Wenig um ernsthaft von Innovation zu reden, aber eine nette Abwechslung zum sonstigen Apreggio Dauerfeuer. Der Rest wird mit aufwendig arrangierten Synthiepassagen zugekleistert, was dem Ganzen den typischen Soundtrackstempel aufdrückt. Letztlich noch den Limiter von „Laut“ auf „Brutal Laut“ gedreht – Fertig. Nicht wirklich was Neues und auch die Hitdichte ist nicht so hoch wie bei "Holografic Universe", aber immer noch ungemein unterhaltsam für die Fahrt zum Festival!

 

Tracklist :

01. The Anomaly
02. Illuminoid Dream Sequence
03. Extinction Mantra
04. Seers Of The Eschaton
05. Domination Agenda
06. Astronomicon
07. Rise Of The Reptilian Regime
08. The Draconian Arrival
09. Alpha And Omega

 


 

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