| Dienstag, den 16. November 2010 um 16:24 Uhr |
|
Für THE KANDIDATE lohnt sich diese Tour ganz besonders, denn die Jungs gibt es in dieser Formation noch nicht all zu lange. Natürlich schön, gleich vor tausenden von Menschen aufzuspielen. Jacob Bredahl (neben Thomas Bredahl/VOLBEAT, ein weiterer Bredahl auf dieser Tour) sollte dem ein oder anderen noch als Ex-Sänger von HATESPHERE im Gedächtnis geblieben sein (Bredahl hat übrigens auch schon die Berliner Band KARRAS produziert). Der Sound ist bei THE KANDIDATE Arena-gewohnt noch nicht wirklich gut, doch die Death / Thrasher knüppeln sich souverän durch ihr Set und ernten dabei allerhand Applaus. Soundtechnisch besser geht es dann weiter als die schwedischen Urgesteine ENTOMBED die Bühne entern und einigen Leuten, die nur wegen VOLBEATs aktueller Platte anwesend sind und mit echtem Death Metal noch keine Erfahrung haben, einen ziemlich entsetzen Ausdruck ins Gesicht zaubern. Die Knüppekmetaller die im Publikum sind dagegen schwingen ihre Matten und geben L.G. Petrov und seiner Fraktion genügend Energie um ihr knapp 40 minütiges Set durchzuziehen. Ein sekundenkurzer Soundausfall brachte das kreisende Haar zum Stoppen, um dann noch einmal kräftig mit den Schweden zu feiern.Kurz vor 22Uhr war es dann soweit. Der VOLBEAT-Banner fällt und schon jetzt hört man die gesamte Halle vor Aufregung toben. Der, hinter dem Banner stattfindende, Soundcheck und Bühnenumbau bringt die Leute zum Singen und erstem Bangen. Raus aus dem Hemd, rein ins gemütlicher sitzende Muskelshirt, denn es ist Zeit für "Ready to Rumble"! "Fight, fight, fight, fight" ! Keine Kehle singt an diesem Abend nicht diese Textzeile der Hymne des dänischen Boxers Mikkel Kessler mit."A Warriors Call", "Still Counting", "The Garden´s Tale" sind die Songs bevor man "Angelfuck" der MISFITS covert und in "Fallen" übergeht. Fazit: VOLBEAT führen ihren weltweiten Siegeszug weiter. Was sie aktuell stoppen könnte, wäre mir unklar. Nach ausverkauften Touren, Support-Gigs für METALLICA und AC/DC steht einer erfolgreichen Karriere weiterhin nichts im Weg. Vielleicht sollten sich die Jungs das nächste Mal allerdings Hallen suchen, in denen man nicht jeweils eine halbe Stunde für Bierkauf und Toilettenbesuch anstehen muss.
Review von Hardbox |