Architects

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Architects  „The Here And Now"  

SKALA 1 BIS 10: 9

RELEASE: OUT NOW

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OUT ON: Century Media Records

century

 

Endlich erreicht die neue Scheibe der Briten meine Gehörgange, und die Erwartungen sind hoch ,  haben sich die Briten mit den letzten Alben „ Ruin“ und „Hollow Crown“ in mein Herz gespielt. Komplexe Songs und Texte frei von den üblichen Phrasen sind heutzutage echt   selten geworden . Also rein in den Player damit!

Opener der neuen Platte ist die Singleauskopplung „day in day out „ ,dass den Fans schon bekannt sein dürfte. Der erste große Hit  des Quintetts, dennoch  etwas vorhersehbar. Bei mir stellt sich beim ersten  Hören  etwas Ernüchterung ein , denn
die Jungs von der Insel haben sich von ihren vertrackten Metalcore  weiter entfernt (dennoch nicht verabschiedet ) und sind weiter in Mainstreamgefilde vorgestoßen .  Weniger fürs Hirn dafür mehr für das Herz , was man an der Ballade Heartburn  zum Beispiel hören kann. Dem klaren Gesang wurde mehr Platz auf dem Longplayer eingeräumt , was aber nicht heißt das Sam Carter das Shouten verlernt hat. Stattdessen überzeugt sein Gesang durch Varietät. Die cleanen Vocals können als solche bezeichnet werden, denn die kommen ohne großen Schnickschnack wie  Hall und elektronische Effekte aus. Die vorrübergehende Enttäuschung weicht langsam der Freude. Songs wie „Delete Rewind“( Fette Bridge mit Chor und Tapping fadeout ) , und „a open letter to myself“  ( Postrock  trifft auf Hardcore mit zarten Elektroeinflüssen  ,was für ein Übersong)  und „Stay young forever“ ( mit Gastvocals von  Andrew Neufeld  und dissonanten , vertrackten  Gitarren )  überzeugen auf ganzer Linie .

Die Produktion ist  super .Gitarren sind dominant und warm abgemischt, der Bass ist dezent und im Hintergrund gemixt und das Schlagzeug ist druckvoll ohne die anderen Instrumente zu überdecken. Die größte  Leistung leistet aber Sam Carter dessen Vocals ,egal ob klar oder geshoutet einfach nur überzeugen und nie monoton sind  , sowie ohne kitschige Passagen auskommen Produzent Steve Evetts (Dillinger escape plan , Everytime I Die ) hat ganze Arbeit geleistet und wieder einmal bewiesen dass er ein Meister der variablen Produktion ist  .

Als Fazit lässt sich sagen das „The here and now“ ihre geradlinigste Platte geworden ist, zwar haben sich den einen größeren Markt geöffnet ohne dabei auf ihre Trademarks wie melodische  Tappingpassagen , Coregesängen und dicke Hardcoreriffs  zu verzichten.Stattdessen haben sie ihren Sound mit Postpunk  und   Postrockeinflüssen erweitert, was sehr geil daherkommt. Einige Fans könnten behaupten das sich Architects verkaufen  aber das hat man schon Metallica beim „Black Album“  vorgeworfen. Für mich ist dies eines der ersten Highlights des neuen Jahres. Fans von melodischen Hardcore  und Metal sollten unbedingt zugreifen. Aber auch Liebhaber ruhigerer Klänge können dieser Platte unbesorgt ein Ohr leihen. Diese Band  wird noch groß .

 

Tracklist :

1.      "Day In Day Out"
2.      "Learn to Live"
3.      "Delete, Rewind"
4.      "BTN"  
5.      "An Open Letter to Myself"
6.      "The Blues"
7.      "Red Eyes"
8.      "Stay Young Forever" (featuring Andrew Neufeld of Comeback Kid)
9.      "Heartburn"   
10.    "Year In Year Out/Up and Away" (featuring Greg Puciato of The Dillinger Escape Plan)

 

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